Freundschaften Gen-gesteuert

13. März, 2017

“Im Durchschnitt teilen wir mit einem Freund oder Freundin genauso viel von unserem Erbgut wie mit einem Cousin vierten Grades – oder mit jemandem, mit dem wir die Urgrosseltern gemeinsam haben.” Dieses Resultat ergab sich aus einer Untersuchung der Gene von über 1900 Probanden, “die in der Vergangnheit an der US-amerikanischen Framingham-Herz Studie teilgenommen hatten. Damit bestätigt sich ein Pfeiler der schicksalsanalytischen Theorie des Genotropismus: Gen-Verwandte finden sich in Freundschaft, Liebe und (von der Untersuchung nicht bestätigt) psychischer Disposition. Leopold Szondi fand auch in dieser Beziehung in seinem immensen Material an Untersuchungen Hinweise, die eine Affinität zum genetisch induzierten somatischen Erbkreis bestätigen. Ebenso können latente künstlerische Begabungen, bestimmte Berufsneigungen und auch kriminelle Latenz eine genetisch bedingte Anhänglichkeit entwickeln, lange bevor solche Eigenschaften zum Ausdruck kommen. Die Schicksalsanalyse versucht mit ausgedehnten Stammbaumanalysen die Gen-Verwandtschaften soweit zurück wie möglich zu erforschen, was therapeutisch von allergrösster Bedeutung ist.
Quelle: spektrum.de
Forschungsarbeit von James Fowler von der University of California und Nicholas Christakis von der Yale-University.

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