Das PsyG (von Alois Altenweger)

13. März, 2017

Ganz so schlimm wird’s schon nicht werden. Die leitenden Damen in der psychotherapeutischen Abteilung des Bundesamtes für Gesundheit machen einen ganz vernünftigen Eindruck. Und selbstverständlich ist das PsyG nicht ein ideales Gesetz. Dass beispielsweise die Regelung der Therapieausbildung für Ärzte ausgeklammert worden ist und ein eigenes Dasein in einer speziellen Verordnung fristet, ist mehr als ein Schönheitsfehler. Und dass die ausbildenden Institute für die ethische und moralische Integrität ihrer Dozierenden und Auszubildenden verantwortlich ist, dürfte eine leichte Überforderung sein.

Klar ist, dass die Feld-, Wald- und Wiesenpsychologen auf ihren Psychologen-Titel verzichten müssen, denn das Gesetz „stellt hiermit unseren Berufsstand auf eine solide Basis“ schreibt Heidi Aeschlimann vom sbap. „PsychologIn nennen darf sich, wer einen nach dem  PsyG anerkannten Ausbildungsabschluss erworben hat“ (Aeschlimann, punktum März 2013). Also liebe Babette, wir von Szondi-Institut knien uns hinein und machen uns auf den Weg der Erfüllung.

Persönlich kann ich Deinen Ausbruch nachempfinden; die Institute und die Vereinigungen sind vielleicht zu lammfromm oder zu stark am eigenen Süppchen interessiert gewesen.

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