4. Die Cloud – Gedächtnis und Schaltzentrale

4. Die Cloud – Gedächtnis und Schaltzentrale

Ich habe von den Erbgütern gesprochen, die wesentlich unser Schicksal im Griff haben. Dabei habe ich die familiäre Cloud – die «Wolke» – als Aufenthaltsort des Erbes genannt. Um es gleich vorweg zu sagen: Cloud ist kein biologisches Ding sondern ein Energiefeld, in dem Informationen, eben die Erbsachen, abgelegt sind und laufend frische Erfahrungen der Menschen gespeichert werden. Die Cloud funktioniert wie ein Super-TV-Studio, das ständig eine riesige Menge an Informationen verarbeitet, speichert, vernetzt und versendet. Und wie funktionieren die Sendungen von der Cloud zu uns? Im Prinzip wie Radio- oder Fernsehwellen die den Raum füllen, von uns aber weder gehört noch gespürt noch gesehen werden. Dabei sind die Sender Informationszentren in der Cloud die auf verschiedenen Frequenzen ihre Programme senden.

Ich habe anfangs das Stichwort «Energiefeld» verwendet: jede Information ist ein bestimmter Energiezustand der sich in einem Energiefeld organisiert. In der Cloud wiederum werden die Informationen in Programmen zusammengefasst. Mutmasslich gibt es unendlich viele Programme, die alles regulieren, von den Quanten über Atome bis zur kosmischen Gravitation.

Wissenschaftlich gesehen, geht es um die Theorie der morphogenetischen Felder von Rupert Sheldrake (für Neugierige: «Das schöpferische Universum» Ullstein TB, 2011).

Nun hat jeder Mensch seine persönliche Cloud innerhalb der familiären. Die familiäre Cloud wiederum ist ein besonderer Teil der kollektiven Cloud der Gruppe und der Gemeinschaft. Die Clouds sind ineinander verwobene und vernetzte «Energiewolken» . Die Inhalte der Clouds sind unbewusst, sie zeigen sich in der Lebensführung, in Handlungen und Träumen, in der Intuition, in der Wahl von Partnern, von Berufen, Krankheiten, in den Engagements für die Gemeinschaft und in Idealen

Wie macht sich der Inhalt der Clouds biologisch bemerkbar? Bei der Zeugung durch das in den Genen und Chromosomen abgelegte Grundprogramm zur Gestaltung und zum Funktionieren des Menschen. Das Grundprogramm wird durch Programmierung von Genen mit den ererbten Erfahrungen, psychischen Besonderheiten, familiären Verhaltensweisen und dem ganzen Manual des Triebsystems ergänzt. Und nun noch das typisch Schicksalsanalytische: die Ahnen oder die Vorfahren wollen oder müssen sich im Menschen reproduzieren, Ahnenansprüche nennt dies Szondi. Man könnte meinen, die Ahnen hätten noch etwas zu erledigen. Für Buddhisten beispielsweise ist es das Karma. In anderen Religionen geht es dabei um Schuld, die von Generation zu Generation solange weitergegeben wird, bis sie gesühnt ist. Das alles ist auch Schicksal, das wir nicht steuern und lenken können.

Zum Bild: Die Cloud, ein ständiges Fliessen, Pulsieren und Glimmen von Informationen.