Weiterbildung in schicksalsanalytischer Therapie für Ärztinnen/Ärzte mit Schwerpunkt „Psychosomatik“

 

Ein Lehrgang für Medizinerinnen und Mediziner mit psychosomatischem Schwerpunkt.
Anerkannt durch die Schweizerische Akademie für Psychosomatische und Psychosoziale Medizin (SAPPM)

Was ist das Ziel dieses Lehrgangs? Anspruch des Kurses ist es, ein Verständnis der Genese von psychosomatischen Erkrankungen aus schicksalsanalytischer, tiefenpsychologischer und psychotherapeutischer Perspektive zu erwerben. Aufgrund dieser Erkenntnisse werden Entwürfe zum Krankheitsverständnis beim Patienten formuliert. Die daraus entstehende psychosomatische Skizze wird mit der Bedürfnis- und Triebperspektive des Klienten / der Klientin verknüpft. Der schicksalsanalytische Aspekt öffnet eine Sicht auf die Befriedigung bisher verdrängter Bedürfnisse in Alltag, Beziehung, Beruf und Freizeit und fördert den Abbau psychisch induzierter somatischer Symptome und die Stärkung persönlichkeitsfördernder Verhaltensweisen.

Wir arbeiten in Gruppenseminaren, im Plenum, in Klein- und Intervisionsgruppen mit zwei oder drei Teilnehmern. Anhand von Selbsterfahrung und von Fällen, die von Beginn an in das praktische Lernen einbezogen werden, soll der Stoff erlebt und integriert werden. Dies bedeutet den Einbezug von Patientinnen oder Patienten von Beginn an in die Kursarbeit mittels Genosoziogramm, Lebensläufen, triebdiagnostischen Verifizierungen, Szondi-Testresultaten und praktischen Übungen.

Wesentlich an dieser Weiterbildung ist, dass die Theorie mittels Skripten zuhause gelernt, in Impulsreferaten entwickelt und in Seminaren fallbezogen besprochen wird. Einbezogen wird die praktische Anwendung: Präsentation von Vignetten aus der Praxis, supervisorische Fallbesprechungen, deren schicksalspsychologische Elemente im Seminar und in Intervisionsgruppen reflektiert werden.

Eckdaten zur Ausbildung

 

Voraussetzung zum Kurs: Angewandte Schicksalsanalyse für Psychosomatiker

Zeitlicher Gesamtaufwand: 64 Stunden Vorlesungen am Institut


Beginn: Auf Anfrage


Dauer: 1 Jahr: Acht Zweitagesseminare plus fakultative Gruppenarbeiten, verknüpft mit der Handhabung des Szondi-Tests und Auswertungen von Genosoziogrammen.

Die Intervisionen und Gruppensitzungen können über das Kursjahr hinaus fortgesetzt werden, Support durch Dozentinnen und Dozenten des Instituts.

 

Dozentinnen / Dozenten:

 

  • Lic. phil. Marc Schmuziger, Psychotherapeut FSP, eidg. Fachtitel
  • Dr. med. Thibaud Rouèche, Psychiater
  • Dr. psych. Almut Schweikert, Psychotherapeutin, eidg. Fachtitel
  • Lic. rer. pol. Alois Altenweger, dipl. Schicksalsanalytiker

Wochentage: Freitag, 14:00 – 18:00, Samstag, 10.00 – 15.00


Studienmaterial: Skripte des Szondi-Instituts


Literatur:

  • «Nimm dein Schicksal in die eigene Hand», Dr. Friedjung Jüttner, schicksalsanalytischer Psychotherapeut
  • «Tiefenpsychologie – Eine Einführung», Siegfried Elhardt, Kohlhammer-Verlag
  • «Lehrbuch Mentalisieren», Ulrich Schultz-Venrath, Klett-Cotta
  • «Coaching, Beratung und Gehirn» Gerhard Roth, Alica Ryba

Kosten: CHF 3’600 (in vier Raten zahlbar)


Abschluss: Zertifikat in angewandter Schicksalsanalyse (anerkannt durch die Schweizerische Akademie für Psychosomatische und Psychosoziale Medizin SAPPM)


Kurswert: 56 Credits (freitags jeweils 3 Credits, samstags jeweils 4 Credits)


Kontakt: Sekretariat Szondi-Institut, 044 252 46 55 oder info@szondi.ch


Studienleitung: Alois Altenweger, +41 79 669 26 03 oder studienleitung@szondi.ch


Daten der Seminare:


Freitag / Samstag:

Auf Anfrage

Einheiten des Lehrgangs

Erste Einheit - Einführung in die Schicksalsanalyse

Begrüssung im Plenum, Formulieren von Erwartungen, Zieldefinition, Vorgehen bei der Lern- und Lehrarbeit

Impulsreferat: Einführung in die Schicksalsanalyse

  • Das psychische Erbe, die genetische Disposition

Die Schicksalsanalyse geht davon aus, dass wesentliche Elemente der Psyche des Menschen, seines Verhaltens und seiner individuellen Existenzmöglichkeiten durch genetische Dispositionen bedingt sind. Die Schicksalsanalyse vertritt die Auffassung, dass die genetischen Aspekte beeinflussbar und wandelbar sind, bzw. das Wechselspiel zwischen dominanten und rezessiven Genen durch die Stellungnahme des Ichs beeinflusst werden kann. Dieses Axiom der Schicksalsanalyse wird durch die neuesten Forschungsergebnisse auf dem Gebiet der Epigenetik unterstützt. Die Kursteilnehmer werden mit den neuesten Aspekten der Genetik und insbesondere den Entwicklungen der Epigenetik vertraut gemacht.

Die Schicksalsanalyse vertritt die Auffassung, dass alles menschliche Sein und Werden, Tun und Lassen sich im Rahmen eines Systems von vier Trieben (Sexualtrieb, Paroxysmaltrieb, Ich-Trieb und Kontakttrieb) abspielt. Die Kursteilnehmer werden in die Struktur des Triebsystems eingeführt und erfahren die speziellen, in den Triebstrukturen verankerten Bedürfnisse als Ausdruck der Realisierung von Triebansprüchen, die sich letztlich alle um die Selbsterhaltung des Menschen drehen. Die Kursteilnehmer erarbeiten ein Verständnis der Trieblehre anhand von Fällen aus ihren jeweiligen Praxen.

  • Das Genosoziogramm

Der Stammbaum oder erweitert das Genosoziogramm ist ein wesentliches Arbeitsinstrument der schicksalsanalytischen Therapie. Die Teilnehmer erarbeiten das eigene Genosoziogramm und erforschen Auffälligkeiten (Krankheiten, Berufswahl, Studienwahl, Partnerschaften, soziales, gesellschaftliches und religiöses Engagement, Bildung, Wanderbewegungen, Verwandtschaften, Todesfälle, Kriminalität), um daraus dominante Verhaltensweisen abzuleiten und mit dem eigenen Lebenslauf zu vergleichen.

Diskussion, Gruppenbildung, Fall bestimmen

Zweite Einheit - Wahl und Schicksal

Fragen zur ersten Einheit, Lücken füllen, Wissensstand abgleichen

Impulsreferat: Wahl und Schicksal: Von den Umwelteinflüssen zum familiären Kodex bis zu eigenen autonomen Entscheiden

Die Schicksalsanalyse sieht die menschliche Existenz als multifaktorielles Puzzle indem zwar die genetische Disposition eine wesentliche Rolle spielt, die Herkunft und das Erbe der Vorfahren, der familiäre Kodex, die soziale und gesellschaftliche Einbettung der Familie, die Entfaltungsmöglichkeiten bedingt durch die finanzielle Lage der Familie, den sozialen Status der Eltern, die eigenen intellektuellen, handwerklichen und/oder künstlerischen Fähigkeiten, ganz wesentlich sowohl die Psyche als auch die Individuation bestimmten. Die Kursteilnehmer erarbeiten an konkreten Fällen und mit sich selber dieses multifaktorielle Puzzle. Wesentlich dabei ist, selbst soviel Einsicht zu schaffen, so dass Patienten und Patientinnen ein Werdegang des eigenen Lebens mit den entsprechenden bewusst und unbewusst erzwungenen oder/und selbst gewählten Lebensmöglichkeiten gezeigt werden und dadurch verdrängte, nicht realisierte oder aufgrund des Familienkodex unerlaubte Existenzformen angesprochen werden können. Verdrängungen beispielsweise, die sich in Symptomen und/oder psychosomatischen Erkrankungen äussern.

Diskussion, Gruppenarbeit, Fallbesprechung

Impulsreferat: Das Triebsystem

Darstellung des triebstrukturellen Konzeptes der Schicksalsanalyse

Sexual Trieb

Erotik, Sinnlichkeit

Symptome:

Hautkrankheiten, Störungen der Sexualorgane, Hormonstörungen, Störung der Feinmotorik, Störungen des Kälte-/Wärmeempfindens, Körperempfindungsstörungen, Ausschläge, Störungen der Grobmotorik

Bearbeitung:

Ich-Interventionen

Affekttrieb (Paroxysmaltrieb)

Das Böse, der «Kain», Genuine Destruktivität, Selbst- und Fremdzerstörung, Gewissensproblematik, Ethik- und Moralempfinden, Histroide Verhaltensweisen

Probleme und Symptome:

Affektepilepsie, Heisshungerattacken, Automutilation, Unfälle, Krämpfe, Migräne, Psoriasis, Allergien

Bearbeitung:

Sozialisieren, sublimieren, Grundimpuls in anderen Bedürfnisbereichen wirken lassen

Ich-Trieb

Habgier, Zwangs- und Kontrollbedürfnis, Einschränkung, Halluzinationen, Wahnvorstellungen

Probleme und Symptome:

Zwangserkrankungen, Grössenwahn, Narzissmus, autoritäres Verhalten und häufig verknüpft mit paranoider Einstellung

Bearbeitung:

Konkretes Engagement mit Herausforderungen und Erfolgskontrolle, beruflichen Ehrgeiz fördern, Raum schaffen für Entfaltungsmöglichkeit, Funktionen mit sichtlicher Anerkennung suchen

Kontakt- und Kommunikationstrieb

Akzeptation und Geborgenheit suchen, Neugierde, Aufmerksamkeit für Umweltgeschehen und Mitmenschen,

Probleme und Symptome:

Minderwertigkeitskomplex, bipolare Störung, Sucht und Haltlosigkeit, Bindungsproblematik, Entfremdung, Kontaktsperre, depressive und autistische Kontaktformen

Verstopfung, Essstörungen, Saug- und Schluckstörungen, Störung des Geschmacksinns, Magen- und Verdauungsstörungen, orale Süchte

Bearbeitung:

Selbstwertgefühl strukturieren, Berufe umorientieren und Kontaktbereiche aufbauen, die rasch Anerkennung und Wertschätzung nach sich ziehen

Diskussion, Vertiefung in den Gruppen, am eigenen Lebenslauf prüfen

Dritte Einheit - Kurzeinführung in den Szondi-Test

Rückmeldung der Arbeit mit den bisher erfahrenen schicksalsanalytischen Aspekten mit Patientinnen und Patienten
Weiterarbeit in den Gruppen

Impulsreferat: Kurzeinführung in den Szondi-Test

  • Testidee, Testaufbau, Testaussage

Als ein Instrument der Ergründung unbewusster, im Hintergrund agierender psychischer Dispositionen wird in der Schicksalsanalyse der sog. Szondi-Bilderwahltest verwendet. Wir zitieren zu Erläuterung Leopold Szondi:

Die Patienten oder Patientinnen wählen aus 48 Bildern die zwölf sympathischsten und die zwölf unsympathischsten Bilder aus. Die Bilder werden in sechs Achterserien exponiert. Jede Serie besteht aus acht Fotos mit Bildern von psychisch schwer erkrankten Personen. Aus den Bilderwahlen werden Profile erstellt, welche die hintergründigen Trieb- und Ichfunktionen sichtbar machen. Insbesondere lernen die Kursteiler, aufgrund der Dreidimensionalität des Testresultats die aktuelle psychische Situation, die psychischen Potentiale und die psychischen Perspektiven des Probanden kennen. Die Kursteilnehmer führen ferner den Test mit sich selbst und mit Patientinnen bzw. Patienten durch, um im Vergleich mit Familiengeschichte, Genosoziogramm und Lebenslauf eine psychische Struktur zu entwerfen und Schlussfolgerungen für den aktuellen Behandlungsverlauf bzw. Selbstbeurteilung zu ziehen.

  • Struktur des Tests
  • Live-Demonstration des Tests

Vierte Einheit - Schicksalsanalytische Bedürfnislehre

  • Diskussion der Testresultate und der Anwendung des Tests

Impulsreferat: Schicksalsanalytische Bedürfnislehre

  • Struktur, Dialektik, Komplementarität
  • Vordergrund und Hintergrund
  • Umgang mit Bedürfnissen, gelebt, verneint, verdrängt

Wesentlich an der schicksalsanalytischen Bedürfnislehre ist, dass jeder Trieb über zwei Bedürfnishauptgruppen verfügt und diese wiederum polar als sog. Strebungen, d.h. gegenläufig, gegliedert sind. Den Bedürfnissen sind konkrete Verhaltensweisen zugeordnet, die sich letztlich im Menschen zu einem vielgestaltigen Psychogramm zusammenfügen. Die Kursteilnehmer lernen aufgrund der bei einem Patienten erfassten Verhaltensweisen diese als Elemente einer Triebstruktur zu ordnen und aufgrund der entstehenden «Trieblandkarte» Einfluss auf die Verhaltensweisen mittels therapeutisch-direktivem Gespräch zu nehmen.

  • Diskussion, Konkretisierung und Vertiefung in den Gruppen anhand von Klientenmaterial
  • Präsentation von Resultaten im Plenum

Impulsreferat: Gesundheit- und Krankheitslehre der Schicksalsanalyse

  • Gesundheitsförderung durch genotrope Aktualisierung der Bedürfnisse
  • Überführen der somatisierten Bedürfnisse in sozial verträgliches Ausleben

Psychische Störungen sind in der schicksalsanalytischen Krankheitslehre (Triebpathologie nach L. Szondi) grundsätzlich Extreme der Realisierung von Triebbedürfnissen. Für die acht Triebbedürfnisgruppen existiert sowohl eine ausformulierte Triebpathologie als auch den Triebbedürfnisgruppen entsprechenden sozialisierten Triebansprüche (ausserhalb von pathologischen und/oder kriminellen Formen) die sich in Beruf, Hobby, sozialem, religiösem und gesellschaftlichem Engagement (von der ehrenamtlichen Arbeit in Sportvereinen bis zur Mitarbeit bei Nonprofit-Organisationen) ausleben können. Für die Kursteilnehmer geht es praktisch darum, aufgrund der Trieblandkarte bei ihren Klienten festzustellen, welche Kräfte die in schädigenden Bedürfnisrealisierungen (zusammen mit der entsprechenden Symptomatik) gebunden sind, in individuell nützlichere und/oder gesellschaftlich opportunere Bedürfnisbefriedigungen umgelenkt (sublimiert) werden können.

  • Diskussion, Konkretisierung und Vertiefung in den Gruppen anhand von Klientenmaterial
  • Aufbereiten von Vignetten aus der Praxis

Fünfte Einheit - Existenzformen, Charakteranalyse

Impulsreferat: Die Existenzformen in der Schicksalsanalyse

Szondi-Testresultate im Lichte der folgenden vier Punkte L. Szondis interpretieren und diskutieren:

«Die acht Triebfaktoren (Bedürfnisgruppen) nennt die Schicksalsanalyse die Wurzeln, die Radikale des Trieblebens, da sie durch Jahrtausende wesentlich gleich geblieben sind und gleich bleiben. Die ererbten Triebradikale tragen in der Tat etwas Unhistorisches, in allem Erleben, Verhalten und Hervorbringen etwas Durchgehendes, für jeden Menschen stets Gegenwärtiges und inhaltlich noch ganz Unspezifisches [daher offen für epigenetische Einflussnahme] in sich. (…)

Aufgrund von vielen Tausenden von Untersuchungen (in Ungarn, in der Schweiz, im Ausland) kann man über diese ‘experimentelle Schicksalsforschungen’ Folgendes aussagen:

Erstens:Der Test deckt die familiären extremen seelischen Erkrankungen auf, deren Konduktor der Proband ist.

Zweitens:Der Test macht also im besonderen jene latenten Trieb- und Ichfunktionen sichtbar, welche die Konduktor-Person erbgemäss gefährden.

Drittens:Der Test kann ferner 17 verschiedene Trieb- und Ichstrukturen aufdecken, die man als Schicksalsmöglichkeiten oder Existenzformen auszuwerten vermag. Zwölf von diesen siebzehn Schicksalsmöglichkeiten sind als Gefahr-, fünf als Schutz-Existenzformen diagnostizierbar.

Viertens: Durch Bestimmung der Proportionen der Gefahr- und Schutzexistenzen kann man die Indikation zu einer psychotherapeutischen Behandlung aufstellen.»

Impulsreferat: Charakteranalyse aufgrund von trieb- und testpsychologischen Resultaten

Die Kursteilnehmer diskutieren anhand des Referats und von Texten aus dem Buch «Ich-Analyse» die schicksalsanalytische Definition von Charakter und insbesondere die Leitthese: «Charakter ist dasjenige Stück des Schicksals, welches das Ich in das Ich, also in sich selbst, schon eingeprägt hat.» (Ich-Analyse, S. 369)

«Wählt das Ich, so macht es Schicksal, prägt das Ich, so macht es Charakter

Die Kursteilnehmer untersuchen an konkreten Fällen, wie Wahl und Prägung sich in der zur Diskussion stehenden psychosomatischen Situation auswirken bzw. ausgewirkt haben. Was ist konkret Wahl und was ist Prägung gewesen.

Sechste Einheit - Abwehr des Ichs

Rückblick auf die vorherige Einheit, ev. Präsentation von Charakterstudien bei Klientinnen und Klienten
Impulsreferat: Die Abwehrdispositionen des Ich in der schicksalsanalytischen Trieblehre

Die Abwehrverfahren und -dispositionen des Ichs sind ein weites Feld und gehören zu den zentralen Aktivitäten des Ichs. Szondi schreibt: «Abwehrmechanismen sind unbewusste Mechanismen zum Schutze des Ichs vor gefahrbringenden Triebansprüchen und Affekten.» Die Abwehrarten des Ichs können mittels Szondi-Test und FGenosoziogramm relativ rasch diagnostiziert werden; dies ist ein zentrales Anliegen des Psychosomatikers und des schicksalsanalytischen Therapeuten, denn die vom Ich gewählten Abwehrformen gegen «überbordende» Triebansprüche sind in aller Regel neben der Schutzfunktion die Quelle psychischer Störungen, psychosomatischer Erkrankungen und einer grösseren Zahl von Symptomen und somatischen Behinderungen.

Die Kursteilnehmer arbeiten anhand von Fällen den mehr oder weniger hypothetischen Werdegang einer Triebbedrohung, eines Aufbaus einer Ichabwehr und einer Symptombildung heraus.

Abwehrformen an einigen Beispielen herausarbeiten

Therapeutische Arbeit: Schwächung der Abwehr um Entfaltungsraum zu schaffen

Ergänzungsthema:

  • Die Angst als hintergründige (unbewusste) Abwehrquelle
  • Formen der Angst
  • Triebangst des Ichs
  • Angstsymptome
  • Aufgabe an die Kursteilnehmer: Abwehrbeispiele sammeln und analysieren

Siebte Einheit - Kurztherapie

Abwehrbeispiele diskutieren und Abwehrformen auf ihre konkrete Wirkung hin untersuchen

Diskussion, persönliches Erleben, persönliche Reaktionen, eigene Abwehr und Distanzierungen

Die Bearbeitung von Abwehrformen kann häufig in den Bereich therapeutischer Arbeit führen. Aus diesem Grund erhalten die Kursteilnehmer eine knappe Einführung in ein gängiges Modell von Kurztherapie.

Impulsreferat: Wann kann eine Kurztherapie angemessen sein?

  • Therapeutisches Bündnis
  • Ichstärkung
  • Nutzung der Körperwahrnehmung
  • Nutzung der unbewussten Triebdynamik
  • Nutzung des Gegenübertragungsgeschehens
  • Das Prinzip der kleinstmöglichen Schritte
  • Umgang mit Störungen
  • Spezialfall Trauma

Diskussion im Plenum, Aufgaben für die nächste Einheit
Wie sag ich’s meiner Patientin / meinem Patienten / ?
Aufgabe: mit Fallpatientinnen/-patienten therapeutische Lösungsschritte erarbeiten

Achte Einheit - Vertiefungen und thematische Ergänzungen

Erfassen der offenen Fragen
Vertiefungen und thematische Ergänzungen
Kritischer Rückblick
Bericht über die Anwendung des Gelernten in der Praxis
Was soll wie weitergeführt oder zusätzlich angeboten werden?
Schlussreferat: Einblicke in die philosophischen Grundlagen der Schicksalsanalyse und deren psychoanalytisches Angebot