Das PsyG (von Alois Altenweger)

Das PsyG (von Alois Altenweger)

Ganz so schlimm wird’s schon nicht wer­den. Die lei­ten­den Damen in der psy­cho­the­ra­peu­ti­schen Abtei­lung des Bun­des­am­tes für Gesund­heit machen einen ganz ver­nünf­ti­gen Ein­druck. Und selbst­ver­ständ­lich ist das PsyG nicht ein idea­les Gesetz. Dass bei­spiels­wei­se die Rege­lung der The­ra­pie­aus­bil­dung für Ärz­te aus­ge­klam­mert wor­den ist und ein eige­nes Dasein in einer spe­zi­el­len Ver­ord­nung fris­tet, ist mehr als ein Schön­heits­feh­ler. Und dass die aus­bil­den­den Insti­tu­te für die ethi­sche und mora­li­sche Inte­gri­tät ihrer Dozie­ren­den und Aus­zu­bil­den­den ver­ant­wort­lich ist, dürf­te eine leich­te Über­for­de­rung sein.

Klar ist, dass die Feld‑, Wald- und Wie­sen­psy­cho­lo­gen auf ihren Psy­cho­lo­gen-Titel ver­zich­ten müs­sen, denn das Gesetz „stellt hier­mit unse­ren Berufs­stand auf eine soli­de Basis“ schreibt Hei­di Aeschli­mann vom sbap. „Psy­cho­lo­gIn nen­nen darf sich, wer einen nach dem PsyG aner­kann­ten Aus­bil­dungs­ab­schluss erwor­ben hat“ (Aeschli­mann, punk­tum März 2013). Also lie­be Babet­te, wir von Szon­di-Insti­tut kni­en uns hin­ein und machen uns auf den Weg der Erfül­lung.

Per­sön­lich kann ich Dei­nen Aus­bruch nach­emp­fin­den; die Insti­tu­te und die Ver­ei­ni­gun­gen sind viel­leicht zu lamm­fromm oder zu stark am eige­nen Süpp­chen inter­es­siert gewe­sen.