Gibt es Altruismus? Die Hand, die nichts verlangt

Gibt es Altruismus? Die Hand, die nichts verlangt

Im Tages-Anzei­ger vom 17. Juni wur­de die Fra­ge auf­ge­wor­fen, was Men­schen dazu brin­ge, selbst­los zu hel­fen bzw. was es mit dem damit pla­ka­tier­ten Altru­is­mus so auf sich habe. Vie­les spricht dafür, dass im Grund jeder Hand­lung oder Ver­wei­ge­rung die Selbst­er­hal­tung und die Art­erhal­tung – also der Lebens­trieb – steht. Sehr unter­schied­lich sind nur die Akti­vi­tä­ten die ein Indi­vi­du­um ent­fal­tet, um halb bewusst, halb unbe­wusst Selbst­er­hal­tung zu betrei­ben. So kann per­sön­li­che Auf­op­fe­rung ein Opfern für ein Kol­lek­tiv sein, um es in einer bestimm­ten Situa­ti­on vor Schlim­me­ren zu bewah­ren. Oder wie im Arti­kel am Fall von Mut­ter The­re­sa aus­ge­führt wird: Hil­fe für Kran­ke und Arme sei­en immer von deren Bekeh­rung zum Chris­ten­tum abhän­gig gewe­sen. Ich kann dies nicht beur­tei­len, aber falls es so gewe­sen wäre, wür­de es nur bestä­ti­gen, dass Mut­ter The­re­sa Art­erhal­tung über die Stär­kung ihres christ­li­chen Kol­lek­tivs betrie­ben hat. Ihre per­sön­li­chen Vor­stel­lun­gen ihr Han­deln betref­fend mögen anders gewe­sen sein, aber unbe­wusst hat sie Art­erhal­tung betrie­ben. Natür­lich könn­te man – wie es im Arti­kel geschieht – in die­sem Zusam­men­hang nach Daw­kins von “ego­is­ti­schen Genen” spre­chen, aber die Fra­ge stellt sich doch, ob Gene in ihrer Funk­ti­on als Soft­ware­pa­ket zur Her­stel­lung von Ami­no­säu­ren einen Selbst­wil­len und ein Selbst­be­wusst­sein haben. Eher nicht.
Pel­le­gri­no

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