Glücklich sein

Glücklich sein

Um die Jah­res­wen­de hat die Glück­wunsch­kul­tur eine hohe Zeit. So liest man bei­spiels­wei­se, dass Unter­neh­men sog. Chief Hap­pi­ness Offi­cer anstel­len, um das Glücks­ge­fühl ihres Per­so­nals bei der Arbeit zu för­dern. Doch wenn die Arbeit stinkt, bull­shit auf ame­ri­ka­nisch ist, dann nützt weder par­fü­mie­ren noch far­big anma­len etwas. Denn was sinn­los ist bleibt sinn­los und führt höchs­tens dazu, dass man sich selbst als sinn­los emp­fin­det. Und dann wehrt man sich: mit böser Gewalt, mit Ver­nich­tungs­ge­lüs­ten und mit Wut. Mit Yoga und Acht­sam­keits­kur­sen, so der Arbeits­psy­cho­lo­ge Felix Frei, erreicht ein Unter­neh­men rein gar nichts. Höchs­tens Illu­sio­ni­tis für eini­ge kur­ze Momen­te. Gibt es Glück über­haupt? Die klei­nen Din­ge pfle­gen und den Ball flach hal­ten, wäre das ein Alter­na­ti­ve?  Einen Zustand der mini­mals­ten Bedräng­nis anzu­stre­ben ist doch schon fast Glück. Schick­sals­psy­cho­lo­gisch gese­hen, ist dies mit einer engen Füh­rung des Aus­le­bens der Trieb­be­dürf­nis­se ver­knüpft, denn je mehr Bedürf­nis­se aus­ge­lebt wer­den, des­to grös­ser wird die Angriffs­flä­che zum Unglück­lich­sein.

Pel­le­gri­no

1Comment
  • Rainer Ostendorf
    Posted at 19:13h, 13 février Répondre

    Das Glück gehört denen, die sich selbst genü­gen. Denn alle äuße­ren Quel­len des Glü­ckes und Genus­ses sind ihrer Natur nach höchst unsi­cher, miss­lich, ver­gäng­lich und dem Zufall unter­wor­fen.” Arthur Scho­pen­hau­er

    Schö­ne Grüs­se aus Osna­brück

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