Freiheit

Freiheit

Frei­heit ist das Schick­sal eines Men­schen, der sei­ne Exis­tenz­form unter den mit­ge­brach­ten man­nig­fal­ti­gen Exis­tenz­mög­lich­kei­ten frei wählt und aus den Schran­ken, die er sich selbst gesetzt hat, nie­mals einen Zwang und aus der Zwangs­lo­sig­keit nie­mals eine Halt­lo­sig­keit machen wird.
In der Pra­xis heisst die Rela­ti­vie­rung der Frei­heit: die gleich­zei­ti­ge Libe­ra­li­sie­rung des Es, des Ichs und des Über-Ichs, und zwar auf dem Wege der har­mo­ni­schen Ver­tei­lung der Frei­heit unter den drei füh­ren­den Funk­ti­ons­ver­bän­den des See­li­schen.(…)


Wo im See­li­schen Unter­drü­ckung herrscht, soll Frei­heit wal­ten; Es, Ich und Über-Ich müs­sen gleich­zei­tig rela­tiv frei wer­den.


Der tie­fen­psy­cho­lo­gisch ori­en­tier­te Psy­cho­the­ra­peut muss dem­nach gleich­zei­tig Trieb-(Es)Analyse, Ich-Ana­ly­se und Über-Ich, d.h. für die Schick­sals­ana­ly­se Glau­bens­funk­ti­ons­ana­ly­se, trei­ben, um dem Men­schen als Trä­ger eines mensch­li­chen Schick­sals zur Mensch­wer­dung, zur Huma­ni­sie­rung zu hel­fen.
Der Grund der Tie­fen­psy­cho­lo­gie und ihrer The­ra­pie ist: Die Libe­ra­li­sie­rung des Ein­zel­nen und die Huma­ni­sie­rung der Men­schen im all­ge­mei­nen.”


(Schick­sals­ana­ly­ti­sche The­ra­pie, Huber-Ver­lag, 1963, S. 38ff.)

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