Übertragung

Übertragung

Die ana­ly­ti­sche Über­tra­gung ist eine see­li­sche Situa­ti­on, in der die fami­liä­ren Pro­jek­tio­nen öfter als man es zu ahnen wag­te, mit am Wer­ke sind. Die Chan­ce einer güns­tig und rasch ver­lau­fen­den Ana­ly­se ist unse­ren Erfah­run­gen ach um so grös­ser, je grös­ser die “genotro­pi­sche” Bezie­hung, also die Gen­ver­wandt­schaft zwi­schen dem Ana­ly­sier­ten und dem Ana­ly­sa­tor ist. Dar­um ist die Anschau­ung so man­chen Ana­ly­ti­kers unrich­tig, dass er “kei­ne Menu­kar­te” sei, die der Anly­sand vor­erst “gus­tiert” und auf Grund der Sym­pa­thie oder Anit­pa­thie wählt oder ablehnt.
Wir sind der Über­zeu­gung, dass vie­le tie­fen­psy­cho­lo­gi­sche Behand­lun­gen dar­an schei­tern, dass die Part­ner der “ana­ly­ti­schen Dual­uni­on” ein­an­der gen­freumd sind.
(Szon­di, Ich-Ana­ly­se, S. 177)

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