Zwangs-Ich im Test (Deutungen)

Zwangs-Ich im Test (Deutungen)

Lie­fert ein nicht-reli­giö­ser Mensch ein Zwangs-Ich (Sch ± 0) und wie­der­holt sich die Ambi­va­lenz (±) mehr­mals in den ande­ren Vek­to­ren (S ± 0; P ± 0; C 0 ±), so müs­sen wir kli­nisch an eine Zwangs­neu­ro­se den­ken. Lie­fert aber das­sel­be Zwangs-Ich-Bild – mit ande­ren Zwangs­im­pul­sen – ein bigott-reli­giö­ser, ortho­do­xer Mensch, so wäre es falsch, die Dia­gno­se – ohne Beden­ken – sofort auf eine krank­haf­te Zwangs­neu­ro­se zu stel­len. Denn ein Mensch kann ja sei­ne Zwangs­im­pul­se auch in Form von Zwangs­be­ten, reli­giö­sen Zwangs­ze­re­mo­ni­en usf. aus­le­ben (S. Freud) und sozia­li­sie­ren – ohne irgend­ei­ne neu­ro­ti­sche Stö­rung auf­zu­wei­sen. (Trieb­dia­gnos­tik, S. 208)

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