Psychotherapie — mehr Fachkräfte!

Psychotherapie — mehr Fachkräfte!

Psy­cho­the­ra­pie: mehr Fach­kräf­te, mehr Frei­heit!

Im Moment kreist ein Peti­ti­ons­text der for­dert, dass die Kos­ten psy­cho­the­ra­peu­ti­scher Behand­lung, aus­ge­übt von selb­stän­di­gen Psy­cho­the­ra­peu­ten und Psy­cho­the­ra­peu­tin­nen, über die Grund­ver­si­che­rung abge­rech­net wer­den kön­nen. Begrün­det wird die­se For­de­rung mit dem Hin­weis, dass Wart­zei­ten von meh­re­ren Mona­ten ent­ste­hen, da aktu­ell nur Psych­ia­te­rin­nen und Psych­ia­ter berech­tigt sind, über die Grund­ver­si­che­rung abzu­rech­nen. Das Pro­blem der immer schär­fer wer­den­den Ver­sor­gungs­eng­päs­se – wie im Peti­ti­ons­text ange­führt – liegt jedoch nicht nur bei der Kos­ten­über­nah­me, son­dern noch viel­mehr bei einer wach­sen­den Lücke an Psy­cho­the­ra­peu­tin­nen und ‑the­ra­peu­ten. Dazu hat ganz wesent­lich das Psy­cho­lo­gie­be­ru­fe­ge­setz bei­getra­gen, in dem es gan­ze poten­ti­ell zur psy­cho­the­ra­peu­ti­schen Arbeit befä­hig­te Berufs­grup­pen wie Heil­päd­ago­gin­nen, Sozi­al­ar­bei­ter, Päd­ago­gin­nen, in Kir­che und Gesund­heits­we­sen Täti­ge vom Psy­cho­the­ra­pie­be­ruf aus­schloss. Will man in den nächs­ten Jah­ren nicht wei­ter in die Ver­sor­gungs­lü­cke mit War­te­schlan­gen von psy­chisch Kran­ken schlit­tern, müss­te das zünft­le­risch ori­en­tier­te und hoch büro­kra­ti­sche «Psy­cho­lo­gie­kon­troll- und Bevor­mun­dungs­ge­setz» rasches­tens einer nach­hal­ti­gen Revi­si­on unter­zo­gen wer­den. Da könn­ten sich poli­ti­sche Grup­pen, die weni­ger Staat und mehr Selbst­ver­ant­wor­tung auf ihre Fah­nen geschrie­ben haben, Lor­bee­ren holen.

Pel­le­gri­no