Schicksalspsychologische Weiterbildung zur Coaching- und Beratungsarbeit

Psychologische Grundlage

 

Die psychologische Grundlage dieses Kurses ist die Schicksalspsychologie. Diese Form von tiefenpsychologischer Analyse geht davon aus, dass viele Verhaltensweisen des Menschen vererbt sind.

 

Ziel

 

Der Kurs soll sowohl als psychologische Einführung als auch Arbeitshilfe für Coaching- und Beratungsarbeit dienen, indem eine Reihe schicksalspsychologisch fundierter Instrumente und Arbeitshilfen vorgestellt und eingeübt werden.

 

Zielpublikum

 

Angesprochen sind Fachpersonen, die als BeraterInnen, Coaches, Consultants oder als HR-Verantwortliche tätig sind. Vorausgesetzt wird eine abgeschlossene Coaching- oder Beraterausbildung, Kenntnis der fachüblichen Methoden sowie eine Praxis, die es ermöglicht, Erfahrung und aktuelle Fälle in die Weiterbildung einzubringen.

 

Eckdaten zur Ausbildung

 

Beginn: Donnerstag, 27. Mai 2021, 13.30–17.30 Uhr, Szondi-Institut Zürich

 

Dauer: 2 Module zu insgesamt 20 Lerneinheiten, Dauer je Modul: 10–12 Monate

 

Nach dem ersten Modul und dem Abschluss als Adviser/Adviserin, verfügen Sie über die wichtigsten Arbeitsinstrumente der Schicksalspsychologie.

 

Nach dem zweiten Modul beherrschen Sie als Experte/Expertin, die Anwendung des Szondi-Tests und können die gesamte Beratungs- und Coachingarbeit in schicksalspsychologische Konzepte integrieren.

 

Kosten: CHF 3’600 pro Modul (Total CHF 7’200)

 

Abschluss Modul 1: Institutszertifikat als Schicksalspsychologische Adviserin, Schicksalspsychologischer Adviser.

 

Abschluss Modul 2: Institutszertifikat als Schicksalspsychologische Expertin, Schicksalspsychologischer Experte.

 

Kontakt: Sekretariat Szondi-Institut, 044 252 46 55 oder info@szondi.ch

 

Studienleitung: Alois Altenweger, 079 669 26 03 oder studienleitung@szondi.ch

 

Einheiten des Lehrgangs

Orientierungsabend (falls Corona-Verlauf es zulässt)

Am Donnerstag, 22. April 2021, 18.00 Uhr im Szondi-Institut

 

Der Kurs wird ausführlich vorgestellt. Gespräche mit DozentInnen, Einzeltermine können vereinbart werden. Dauer der Präsentation: ca. 1,5  Stunden. Wer noch Zeit, Neugier und Musse hat, ist herzlich zu einem Apéro eingeladen.

 

Falls Sie teilnehmen möchten, senden Sie uns «Ich komme» mit E-Mail an info@szondi.ch.

 

Szondi-Institut, Krähbühlstrasse 30, Tram Nr. 6, Haltestelle Zürichbergstrasse (dann Strasse überqueren, 50 m zurück), 8044 Zürich-Fluntern, Tel. 044 252 46 55

 

Verantwortlicher: Alois Altenweger, lic.rer.pol., dipl. Schicksalsanalytiker, Studienleiter

Ablauf der Lehrveranstaltung

Ablauf der Lehrveranstaltung

 

  1. Auftakttreffen im Institut (Kennenlernen, Lehrprogramm vorstellen, Online-Arbeit erläutern, Ablauf der Arbeit an den Lerneinheiten)
  2. Lehrmethoden und -mittel
    a) Text zur Lerneinheit zuhause studieren
    b) Seminar alle 14 Tage, je ein Nachmittag am Szondi-Institut zusammen mit Dozenten/Dozentinnen
    c) Spezielle Fragen, Themenvertiefung Online (gemeinsam am Computer mit ZOOM*)
    *wird vom Institut eingerichtet
  3. Zertifikatsarbeit im Institut
    a) Diskussion einer Fallsequenz
    b) Darstellung eines Ausschnittes aus der eigenen Fallarbeit

 

Abschluss Modul 1: Institutszertifikat Schicksalspsychologische Adviserin, Schicksalspsychologischer Adviser
Abschluss Modul 2: Institutszertifikat als Schicksalspsychologische Expertin, Schicksalspsychologischer Experte

Lerneinheiten Modul 1

  1. Was ist das Schicksal? Konzept und Philosophie der Schicksalspsychologie
    Vererbung und Aktualität der Vorfahren
    Das eigene Genosoziogramms: der qualitativ ergänzte Stammbaum
  2. Die drei Essentials der Schicksalsanalyse
    Vererbung und Ahnenansprüche
    Das Unbewusste allgemein
    Das familiäre Unbewusste der Schicksalsanalyse
    Die Trieblehre
  3. Das vierteilige Triebsystem
    Sexualtrieb: die Selbsterhaltung, und was man alles dafür tut
    Gewissens-, Affekt- und Selbstdarstellungstrieb: Ethik und Moral, die Gefühlswelt und das Bedürfnis nach Selbstsein
    Ich-Trieb: der Aufbau der Persönlichkeit und des Charakters Das Ich zwischen Habmacht, Selbstbeschränkung und Wille zur Selbstentfaltung
    Kontakt- und Kommunikationstrieb: Die Vergewisserung des eigenen Daseins im Kontakt und in der Verknüpfung mit der Welt
  4. Einführung in den Szondi-Test (I): Selbstaufnahme des Tests
    Erste Schritte zum Erstellen eines Persönlichkeitsprofils
  5. Wie setze ich in der Beratung und im Coaching meine Kenntnisse des Triebsystems um?
    Was will ich bei meinen Klienten/Klientinnen herausfinden?
    Wie kann ich aus dem Material des Lebenslaufs Trieborientierungen herausfiltern?
    Wie kann ich die Analyse des Triebprofils als Wegleitung der Beratung verwenden?
  6. Schwerpunkte im Triebsystem
    Die Aggressivität als Grundkraft des Lebens
    Das Ich zwischen Narzissmus und Selbstzerstörung
    Gut und Böse: Das Böse, die Destruktivität, die groben Affekte
    Der ethische Imperativ, der Drang nach Wiedergutmachung
    Die Projektion als Schlüssel menschlicher Kreativität
    Die Transzendenz: das Glaubensbedürfnis des Menschen
    Der Kontakt zwischen Himmelhochjauchzend und zu Tode betrübt
  7. Vererbung: Genetik und Epigenetik
    Die Funktionen epigenetischer Molekülgruppen und ihr Einfluss auf die Gene
  8. Die Vererbung psychischer Potentiale, Stärken und Schwächen, Störungen und Verhaltensweisen
  9. Praxis: Vignetten aus Beratungsfällen, Probleme
    der Ambivalenz
    des Gut-Mensch-Sein
    der Abwehr
    Problemumgehung
  10. Schicksalsanalytische Mittel zur Gesprächsvertiefung in der Beratung
    Die Traumdeutung als Arbeitsinstrument
    Der Traum als Aufarbeitung der Vergangenheit, als Problempräsentation, als Wegweiser, als Warner, als Bedürfnisbefriedigung, als Vorschau
    Erzählen
    Geschichten von sich erzählen und gemeinsames Deuten
    Bilder
    Fotografieren und Zeichnen/Malen
    Lesen
    Gemeinsame Lektüre, miteinander besprechen

Lerneinheiten Modul 2

  1. Das Unbewusste (II)
    Die Kategorien nach Freud, Jung und Szondi
    Aus was besteht das Unbewusste?
    Wo ist das Unbewusste?
  2. Arbeiten mit dem Szondi-Test (II): Übungen
  3. Praxis: Besprechung von Details aus der Coaching-Praxis
    Auf der Grundlage aktueller Beratungsfälle erstellen wir ein KlientInnen-Profil:
    Berufs- und Partnerwahl, soziales und gesellschaftliches Engagement
    Lebenslauf und Stammbaum
    Traumdeutung
    Bedürfnisabklärung: Expansive Bedürfnisbefriedigung versus Reduktion der Ansprüche – Näherung an das Realitätsprinzip
    Diskussion: welche Schlüsse sind für das weitere Vorgehen aus dem vorliegendem Material zu ziehen?
  4. In welcher Lebenssituation befindet sich der Klient, die Klientin? Was hat ihn/sie geprägt?
    Erbe
    Familiäre Prädestination
    Erziehung und soziale Einbindung
    Gemeinschaft
  5. Ein Blick in die Psychiatrie: Ausgewählte Persönlichkeitsstörungen
  6. ICH-Psychologie: Das ICH als zentrale Schaltstelle und Kern-Selbst als Leitstern
  7. Die Rivalität zwischen ICH-Trieb und den drei Vitaltrieben
  8. Die Problematik des freien Willens

 

Abschluss: Präsentation der Diplomarbeit, Schlussbesprechung

Diplomverleihung, Abschlussfeier