Die neue Ordnung (von Babette)

Die neue Ordnung (von Babette)

Die neue Ord­nung für uns Psy­cho­lo­gIn­nen ist da. Ab 1. April gilt das Psy­cho­lo­gie­be­ru­fe-Gesetz. Es bringt einen gan­zen Berg von Vor­schrif­ten, Bestim­mun­gen und – es sei betont – auch Zwän­gen. Mir war schon nicht wohl, als ich vor Jah­ren die ers­ten Ent­wür­fe las, die uns von Bern her zu flat­ter­ten.

Und jetzt ist die Besche­rung da: Die Insti­tu­te zur Aus­bil­dung von Psy­cho­the­ra­peu­tIn­nen müs­sen unters Joch, Akkre­di­tie­rung genannt, die Dozie­ren­den sind einem strik­ten Wei­ter­bil­dungs­re­gle­ment unter­wor­fen, um sich den jewei­li­gen neu­es­ten Stand der Wis­sen­schaft ein­zu­ver­lei­ben, die Insti­tuts­lei­tun­gen müs­sen bewei­sen, dass sie lesen und schrei­ben kön­nen und von den Lehr- und Kon­trollana­ly­ti­ke­rIn­nen wer­den Fähig­kei­ten, Wei­ter­bil­dun­gen und fast trans­per­so­na­le Küns­te ver­langt, um geset­zes­ge­recht arbei­ten zu kön­nen. Die Sup­pe wird schon nicht so heiss geges­sen, hört man, doch ich sage Euch: die Sup­pe wird noch viel heis­ser geges­sen, als ihr annehmt! Denn die Regu­lie­rungs- und Kon­troll­wut der Gesund­heits­be­hör­den ist uner­sätt­lich.

Ganz ernst: ich füh­le mich als selb­stän­di­ge Psy­cho­the­ra­peu­tin ins Kor­sett gezwängt. Wie wenn unse­re Gesell­schaft nicht schon genug ZWÄNGE hät­te!