Männer und Depression

Männer und Depression

Psy­chi­sche Stö­run­gen bei Män­nern wer­den unter­schätzt, unter­dia­gnos­ti­ziert und unter­be­han­delt”, erklär­te Anne Maria Möl­ler-Leim­küh­ler von der Kli­nik für Psych­ia­trie und Psy­cho­the­ra­pie der Uni­ver­si­tät Mün­chen.

Typi­sche Sym­pto­me einer Depres­si­on wie tie­fe Trau­rig­keit, Inter­es­sen­ver­lust und Antriebs­lo­sig­keit weh­re ein Mann oft durch “typisch männ­li­ches” Stress­ver­ar­bei­tungs­ver­hal­ten ab, so Möl­ler-Leim­küh­ler. Dazu zäh­le zum Bei­spiel der ver­mehr­te Kon­sum von Alko­hol, erhöh­te Aggres­si­vi­tät und Hyper­ak­ti­vi­tät. Hat ein Mann eine Depres­si­on, kann es Möl­ler-Leim­küh­ler zum Bei­spiel sein, dass er exzes­siv Sport treibt oder sich in Arbeit, Sex oder Online­ak­ti­vi­tä­ten stürzt, um sich von sei­nen see­li­schen Beschwer­den abzu­len­ken. Auch ris­kan­tes Auto­fah­ren kön­ne ein Hin­weis sein. “Er ist aber dadurch nicht aus­ge­füllt, nicht befrie­digt, son­dern steht wei­ter­hin unter Druck”, erläu­ter­te sie.

Der Betrof­fe­ne sei auch phy­sio­lo­gisch nicht mehr in der Lage, sich zu ent­span­nen, weil sein Cor­tisol­spie­gel dau­er­haft hoch sei. Der Kör­per schüt­tet ver­mehrt das Hor­mon Cor­ti­sol aus, wenn ein Mensch unter Stress steht.

Voll­stän­di­ger Text unter:

http://www.welt.de/gesundheit/psychologie/article115648443/Depressionen-treten-bei-Maennern-oft-getarnt-auf.html