Traumata verändern Gene

Traumata verändern Gene

Trau­ma­ta wir­ken sich oft lebens­lang auf die Psy­che der Betrof­fe­nen aus. Selbst im Erb­gut hin­ter­las­sen sie Spu­ren, berich­ten Divya Metha und ihre Kol­le­gen vom Max-Planck-Insti­tut für Psych­ia­trie in Mün­chen.

Die For­scher ana­ly­sier­ten die Blut­pro­ben von 169 trau­ma­ti­sier­ten Probanden.Bei Betrof­fe­nen, die als Kind sexu­ell miss­braucht wor­den waren, wur­den ande­re Gene abge­le­sen und in Pro­te­ine über­setzt als bei erwach­se­nen Trau­ma­op­fern, wie sich an cha­rak­te­ris­ti­schen Ver­än­de­rungn des Erb­mo­le­küls able­sen liess. Dem­nach schla­gen sich frü­he oder spä­te Trau­ma­ta in der Gen­ak­ti­vi­tät bei Erwach­se­nen unter­schied­lich nie­der. Die DNA der als Kin­der Miss­brauch­ten wies ver­mehrt ange­häng­te Methyl­grup­pen auf. Die­se epi­ge­ne­ti­schen Mar­kie­run­gen schal­ten Erb­fak­to­ren ab und bestim­men so mit über die Gen­ak­ti­vi­tät.
Quel­le: “Gehirn und Geist” 7/8 2013, S. 10